Datenschutz bei Payback & Co. Rabattkarten

05.12 2008
0

Als Konsument, der ohne Rabatt- und ‘Bonus’-karten auskommt, habe ich meinen Freunden und Bekannten schon oft versucht meine Vermutung zu erklären, daß Payback, Happy Digits & Co. möglicherweise mit den gesammelten Daten lustige Dinge anstellen könnten.

Womit verdienen diese Anbieter Geld, wenn Sie so viel tolle Prämien auszahlen müssen? Irgendjemand muss das ja bezahlen. Denn billiger wird es wohl nicht - wenn auch noch 150 Payback Mitarbeiter bezahlt werden müssen und der Endkunde trotzdem nur Vorteile hat. Wo wird also das Geld für die Prämien verdient? Etwa mit der Wiederverwertung meiner Einkaufsdaten und Profile, hoffentlich anonym?

Doch was, wenn’s mal nicht anonym ist - wie hoppla bei der Telekom neulich mit ein paar Millionen Kundendaten, einfach so entwichen sind und man sich dann entschuldigt hat. Tut uns Leid.

Daß sowas bei Payback anscheinend auch möglich ist und man es mit dem Datenschutz nicht so genau nimmt, beweist der aktuelle Fall von gekündigten Real Mitarbeitern.

So werde ich also auch weiterhin stur an jeder Tankstelle einen ähnlichen Dialog mit den armen Leuten an der Kasse haben, die so dringend diese Super-Bonus-Karten verkaufen müssen.

Ich: Die 4 bitte.
Kassiererin: 53,02. Haben Sie eine Payback Karte?
Ich: Nein.
Kassiererin: Nehmen Sie doch an unserer Aktion…blablabla..
Ich: Nein danke.
Kassiererin: Aber Sie erhalten wertvolle Prämien.
Ich: Danke. Und nächste Woche werde ich das gleiche antworten.

Folgen Sie WebMart auf Twitter, um automatisch über Neuigkeiten in diesem Blog informiert zu werden.


Kommentare